Das International Color Consortium ICC hat Mitte der neunziger Jahre einen Standard für Farbprofile festgelegt. Bis heute hat sich das ICC-Format für Farbprofile als Standard im Colormanagement etabliert.
Wie ICC-Colormanagement für eine farbrichtig Wiedergabe von der Eingabe bis zur Ausgabe sorgt zeigt die folgende Abbildung.
Wie ICC-Colormanagement für eine farbrichtig Wiedergabe von der Eingabe bis zur Ausgabe sorgt zeigt die folgende Abbildung.
ICC-Profile werden im Colormanagement genutzt um auf allen Geräten möglichst gleiche Farbdarstellung zu erreichen. ICC-Profile sind plattformübergreifend sowohl auf dem Mac wie auch auf dem PC einsetztbar. ColorSync übernimmt das Colormanagement auf dem Mac. Daher heissen die Farbprofile dort auch ColorSync-Profile. Auf dem PC steht ICM 2.0 ab Windows 98 bzw. Windows 2000/XP für systemweites Colormanagement zur Verfügung. Auch die meisten Anwendungen aus DTP und Bildbearbeitung unterstützen inzwischen Colormanagement mit ICC-Profilen.

Ein Colormanagement System nach ICC-Standard besteht aus Farbprofilen und einem Farbrechner (CMM), welcher die Farbtransformationen übernimmt.
In Farbprofilen sind Matrizen oder Tabellen (Look-Up-Table, LUT) zur Umrechnung der gerätespezifischen Farbräume, RGB bei Monitoren und Scannern oder CMYK bei Druckern, in einen geräteunabhängigen Farbraum enthalten. Sie sind an den Endungen *.icc oder *.icm zu erkennen.
Der Farbrechner (CMM) wird immer dann eingesetzt, wenn eingehende Farbdaten anhand eines Farbprofils in den Verbindungsfarbraum (PCS) umgerechnet werden bzw. Farbdaten aus dem PCS anhand eines Farbprofils in den Ausgabefarbraum umgerechnet werden. Alle Umrechungen werden automatisch vom CMM durchgeführt.
Der unabhängige Farbraum wird als Profile-Connection-Space (PCS) bezeichnet. Als Profile-Connection-Space hat die ICC den CIE-XYZ und CIELab festgelegt. Die Matrizen oder Tabellen (Look-Up-Table, LUT) zur Umrechnung in einem ICC-Farbprofil können sich nur auf einen dieser Farbräume beziehen, entweder CIELab oder CIE-XYZ. Beide Farbräume können aber verlustfrei ineinander umgerechnet werden. Das sowohl CIE-XYZ als auch CIELab verwendet werden, hat mathematische Gründe. Bei RGB-Farbprofilen, die Matrizen zur Farbtransformation einsetzen, ist eine Umrechnung nach CIE-XYZ wesentlich schneller. Farbprofile mit Tabellen (Look-Up-Table, LUT) zur Farbtransformation lassen sich effektiver nach CIELab umrechnen.
ICC Profile Inspector
Wer schon immer mal die Tags eines ICC-Profils genau unter die Lupe nehmen wollte findet beim International Color Consortium ICC ein gut augestattetes Tool dazu. Der "ICC Profile Inspector" lässt kaum Wünsche offen. Er kann alle Tags anzeigen und sogar Kurven- und Tabellenwerte manipulieren. Auch Weiß- und Schwarzpunkt können editiert werden.


