Softproofarbeitsplatz

Zusammenstellung der Links:
Messgerätevergleich
Testbild "Rot wie die Liebe"
Aktualisierung 18.7.2009 16:00
Die folgenden Erläuterungen sind dem Softproof-Handbuch der Fogra entnommen, das kostenlos von deren Themen-Website http://forschung.fogra.org/ herunterladbar ist.
Aufbau und Untersuchung eines Softproof-Arbeitsplatzes
Heute müssen in der Druckindustrie komplexe Aufträge immer schneller produziert werden. Aus Zeit- und Kostengründen ist es deshalb für hochqualitative Druckprodukte zwingend erforderlich, bereits während der kreativen Arbeit in der Agentur oder auch bei der Datenannahme bzw. -bearbeitung in der Medienvorstufe das spätere Druckergebnis hinsichtlich der Farbgebung verbindlich zu beurteilen.
Für Digitalprüfdrucke hat sich zu diesem Zweck der Ugra/Fogra-Medienkeil CMYK 2.0 als Kontrollstreifen national und zunehmend international durchgesetzt. Mit diesem neutralen Kontrollmittel lässt sich sicherstellen, dass der Prüfdruck farbverbindlich für die beabsichtigte Druckbedingung ist. Befindet sich kein Kontrollkeil auf dem Prüfdruck oder sind die Toleranzen überschritten, handelt es sich nur um einen unverbindlichen Ausdruck.
Ein Digitalprüfdruck ermöglicht gegenüber dem klassischen Andruck bereits enorme Zeit-, Qualitäts- und Kostenvorteile.
Allerdings erfordert ein solches System bestehend aus Prüfdrucker, Bedruckstoff, Farbmittel und Software einen bedeutenden Aufwand, außerdem ist es regelmäßig zu kalibrieren. In der Praxis der täglichen Abstimmung zwischen Prüfdruck und Druck wird berücksichtigt, dass die spätere Auflage unvermeidbaren Produktionstoleranzen unterliegt. Es ist erforderlich, dass die zur Simulation verwendete Technologie dem zu simulierenden Prozess in den wichtigen Bildqualitätsparametern zumindest ebenbürtig ist.
Mit einer Darstellung des Druckproduktes am Monitor (engl.: Softproof) ließen sich der Aufwand verringern und weitere Kosten- und Zeitvorteile erzielen.
Arbeitsschritte im Forschungsvorhaben
Für das Erreichen des Zieles, objektive Bewertungskriterien für die Einrichtung eines Softproof-Arbeitsplatzes zu finden, sind folgende Schritte geplant. Zwischenergebnisse und Endergebnisse finden Sie unter dem jeweiligen Menüpunkt.
Arbeitsschritte Stand
1. Aufbau eines Referenz-Abmusterungsplatzes |
Begonnen |
2. Messung der Qualitätsparameter |
Begonnen |
3. Untersuchung der Messgenauigkeit |
Begonnen |
4. Untersuchung der Umfeldeinflüsse |
Begonnen |
5. Untersuchung der Monitorkalibrierung |
Begonnen |
6. Ableiten von Bild-Qualitätskriterien |
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7. Anwendung und Zusammenstellung von Testelementen |
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8. Bericht und Fertigstellung der Themen-Website |
Begonnen |
Einflussfaktoren auf die Darstellung am Monitor
Auf die Darstellung am Monitor wirken viele Einflussfaktoren ein. Einige sind exemplarisch aufgeführt.
Im Verlauf des Forschungsvorhabens werden diese Einflüsse konkretisiert und durch Messmethoden und Bewertungskriterien objektiviert.
Umfeldhelligkeit
Dieses Video zeigt den Einfluss der Umfeldhelligkeit auf die Darstellung am Bildschirm. Links ist ein CRT-Bildschirm, rechts ein LCD-Bildschirm zu sehen. Beide zeigen den gleichen Bildschirmschoner. Es wird in kleinen Schritten die Umfeldhelligkeit erhöht.
Messgeräteeinfluss
Bildschirmmessgeräte lassen sich wie folgt einteilen:
• Kontaktmessgeräte
• Tele-Messung
• In der grafischen Industrie trifft man in der Praxis fast ausschließlich Kontaktmessgeräte an.
Diese lassen sich einteilen in
• Colorimeter oder Dreibereichsmessgeräte
Spektralradiometer und Spektralfotometer
Der folgende Vergleich zeigt prinzipielle Vor- und Nachteile der beiden Kontaktmessgerät-Typen
Colorimeter |
Spektroradiometer |
![]() |
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+ preiswert |
+ spektrale Information |
+ guter Signal-zu- Rauschabstand |
+ auch für Auflichtmessung geeignet |
- keine spektrale Information |
+ je nach Ansteuerung gute Erfassung auch dunkler Farben |
- meist schlechte Erfassung dunkler Farben |
- schlechterer Signal-zu- Rauschabstand |
- etwas teurer |
An die Messtechnik werden hohe Anforderungen gestellt hinsichtlich
• Stabilität [zeitlich, Temperatur, Schwarzwertdrift]
• Linearität
• Signal-zu-Rauschabstand [SNR]
• Wellenlängenauflösung
• Polarisationsunempfindlichkeit
• Rückführbarkeit
Das Wichtigste: Sie muss messen, wie wir sehen.
Einflüsse des Bildschirms
Inzwischen findet man in der grafischen Industrie hauptsächlich TFT bzw. LCD-Bildschirme
an Bildbearbeitungsplätzen.
An einen Bildschirm werden hohe Anforderungen gestellt, damit er für eine farbverbindliche Darstellung
geeignet ist.

Dies sind unter anderem:
• Kurze "Einschwingzeit"
• Zeitliche Stabilität [Lebensdauer, Kontrast- und Farbumfangsverringerung]
• Homogenität [Mura]
• Ausreichende Helligkeit
• Niedriger Schwarzwert -> hoher Kontrastumfang
• Farbumfang soll möglichst FOGRA39 einschließen
• Geringe Blickwinkelabhängigkeit
Fogra Softproof-Handbuch
Im Rahmen des Forschungsprojektes wird ein Handbuch erarbeitet, welches dem Anwender Hilfestellungen gibt, um einen Softproof-Arbeitsplatz einzurichten. Weiterhin enthält das Handbuch einen Grundlagenteil, der wertvolle Hintergrundinformationen vermittelt. Im Laufe des Forschungsthemas wird dieses Handbuch ständig um aktuelle Erkenntnisse erweitert werden. Die erste Version steht Ihnen hier kostenlos zum Download zur Verfügung.
Fogra Softproof Handbuch (Größe: 4.36 MB)
Bei allgemeinen Fragen rund um Softproofing nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf. Für anwendungsspezifische Fragen zum Beispiel zur Bedienung einer Kalibrierungssoftware wenden Sie sich an den Hersteller.
Eine Möglichkeit zur Vertiefung des Themas bietet Ihnen auch die Fogra-Schulung "Softproof-Workshop" unter (http://www.fogra.org/events-de/schulungen.html).
Testelemente
Hier finden Sie nützliche Testelemente, deren Nutzung im Softproof-Handbuch erklärt ist.
Testbild "Rot wie die Liebe" (Größe: 264 kB)
Messgerätevergleich
Auf dem PMPF in Stuttgart 2007 führte die Arbeitsgruppe Softproof der DFWG einen Vergleich von Messgeräten durch.
Der erste Report steht hier zum Download bereit. (Größe: 4.12 MB)
Fogra Monitortestbilder
Überprüfen Sie Ihre Monitorkalibrierung mit den Fogra Monitortestbildern. (Größe: 7.95 MB)
Die Anleitung (Größe: 2.42 MB) erklärt detailiert ihren Gebrauch.

